Finanzen

Neuer CEO für die Erste Group?

Wien. (ede) Der künftige neue Mann an der Spitze der Erste Group heißt Bernhard Spalt. Der 50-Jährige wird zum Jahresende 2019 den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Andreas Treichl (66) ablösen. Der Sohn des langjährigen Creditanstalt-Generaldirektors Heinrich Treichl ist seit 1997 Chef der Erste Group, die 1819 als Erste österreichische Spar-Casse gegründet wurde.

Der Jurist Spalt begann seine Berufslaufbahn vor 27 Jahren direkt nach seinem Studium in der Erste Group und bekleidete verschiedenste Vorstandspositionen in der CEE-Region sowie auf der Holdingebene. Derzeit ist er Risikovorstand der Erste Bank Oesterreich, der österreichischen Tochtergesellschaft der Erste Group. Bis Mitte 2019 wird er seine bestehenden Mandate zurücklegen und als stellvertretender CEO von Andreas Treichl in die Erste Group wechseln. Mit seinem Ausscheiden aus dem Vorstand zum Jahreswechsel 2019/2020 wird Treichl als Vorsitzender des Aufsichtsrats in die Erste Stiftung, dem größten Aktionär der Erste Group, wechseln. 

Der Aufbau der Erste Group von einer lokalen Sparkasse zum größten Finanzdienstleister im Osten der EU sei manchmal “ziemlich herausfordernd, in Summe aber sehr erfüllend” gewesen, so Treichl in einer Aussendung. Bernhard Spalt sei aus seiner Sicht die richtige Persönlichkeit, um die Bank auf ihrem weiteren Weg zu führen.

Der Beitrag Treichls zur Entwicklung der Erste Group könne nicht hoch genug geschätzt werden, betonte Aufsichtsratsvorsitzender Friedrich Rödler, der den Auswahlprozess für die CEO-Nachfolge leitete.

“Es ist eine große Ehre, Andreas Treichl an der Spitze der Erste Group zu folgen”, so Spalt, der sich darauf freut, eine Bank mit “enormen Wachstumschancen” zu übernehmen.

Das Jahr 2017 hatte für die Erste Group unterm Strich mit dem zweiten Rekord in Folge geendet. Der Nettogewinn war mit 1,31 (Vorjahr: 1,26) Milliarden Euro der bisher höchste in der Bankgeschichte. Das Institut legt künftig einen Fokus auf innovative Produkte und Dienstleistungen wie die digitale Banking-Plattform George. Bis Anfang 2019 wird George auf alle Osteuropatöchter ausgerollt. Damit sollen alle 16 Millionen Erste-Kunden in sieben Märkten erreicht werden. Laut Treichl könnte die Erste Group damit unter Umständen auch in ganz neue Länder vorstoßen, in denen sie nicht vertreten ist.